Was Du 2026 automatisch bekommst – ohne Antrag
Drei Förderbausteine greifen bei jeder Anlage im Kreis Paderborn, ohne dass Du ein Formular ausfüllen musst.
0 % Umsatzsteuer
Seit 2023 fällt auf Lieferung und Montage von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden keine Umsatzsteuer an – auch nicht auf Speicher und Wechselrichter, wenn sie zusammen mit der Anlage kommen. Bei einer Anlage für 20.000 Euro netto sind das rund 3.800 Euro, die Du im Vergleich zu früher nicht mehr zahlst. Auf unseren Angeboten steht deshalb schlicht 0 % MwSt.
Einkommensteuerfreiheit
Erträge aus Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei. Keine Anlage EÜR, keine Gewinnermittlung, keine Diskussion mit dem Finanzamt.
Einspeisevergütung nach EEG
Für Strom, den Du nicht selbst verbrauchst und ins Netz gibst, bekommst Du 20 Jahre lang eine feste Einspeisevergütung. Seit dem 1. August 2026 liegt sie für Anlagen bis 10 kWp bei 7,70 Cent je Kilowattstunde bei Überschusseinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung. Der Satz sinkt für spätere Neuanlagen halbjährlich leicht, ist aber ab Inbetriebnahme für 20 Jahre fest. Wann Volleinspeisung sinnvoll ist, erklärt unser Glossareintrag zur Volleinspeisung. Für die meisten Haushalte in der Region ist Eigenverbrauch mit Speicher wirtschaftlicher.
Zwei Dinge sind dabei wichtig: Die Vergütung ist der kleinere Teil der Rechnung – der größere ist der Strom, den Du nicht mehr für 30 bis 40 Cent kaufen musst. Und: Für die kommenden Jahre wird über Änderungen bei der festen Vergütung für kleine Neuanlagen diskutiert. Wer 2026 in Betrieb geht, sichert sich die aktuellen Bedingungen für 20 Jahre.
Was es im Kreis Paderborn an Zuschüssen gibt – und was nicht
Hier ist Ehrlichkeit wichtiger als Werbung.
- Land NRW (progres.nrw): Das Landesprogramm fördert derzeit keine privaten Dachanlagen und keine Heimspeicher auf Einfamilienhäusern. Der Fokus liegt auf Mieterstrom, Mehrfamilienhäusern, Ladeinfrastruktur und kommunalen Projekten. Wer als Vermieter oder Wohnungseigentümergemeinschaft plant, sollte das Programm im Blick behalten – dazu mehr in unseren Beiträgen zu Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser in Paderborn und Mieterstrom mit Metergrid.
- Stadt Paderborn: Das städtische Programm für Balkonkraftwerke ist Ende 2024 ausgelaufen. Für Dachanlagen gibt es aktuell keinen kommunalen Zuschuss. Ansprechpartner für aktuelle Entwicklungen ist der Klimaschutz der Stadt Paderborn.
- Delbrück, Salzkotten, Büren, Hövelhof und weitere Kommunen: Einzelne Kommunen im Kreis fördern punktuell Balkonkraftwerke mit kleinen Pauschalen, Delbrück etwa mit einem festen Betrag pro Person. Für Dachanlagen gibt es nach unserem Kenntnisstand keine kommunalen Zuschüsse. Diese Programme ändern sich häufig und sind schnell ausgeschöpft – vor dem Kauf immer direkt bei der Gemeinde nachfragen.
- Kreis Paderborn: Der Kreis selbst zahlt keine PV-Zuschüsse, verweist aber über das Umweltamt auf Beratungsangebote und Fördernavigatoren. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW in Paderborn ist eine gute, neutrale Anlaufstelle.
- Bund für Mehrparteienhäuser: Neu seit Frühjahr 2026 ist eine Bundesförderung für Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern. Für das klassische Einfamilienhaus mit Wallbox gibt es aktuell keinen Zuschuss.
Kurz: Für die private Dachanlage in Salzkotten oder Paderborn ist der Zuschuss nicht der Hebel. Der Hebel ist die Finanzierung und die richtige Auslegung.
So finanzierst Du eine PV-Anlage in der Region
Die meisten unserer Kunden bezahlen die Anlage aus Eigenmitteln oder finanzieren sie über die Hausbank. Beides ist sinnvoll, wenn man die Optionen kennt.
Hausbank vor Ort
Sparkasse oder Volksbank in Paderborn, Salzkotten und Büren bieten Modernisierungskredite und eigene Energiekredite an. Vorteil: bekannter Ansprechpartner, oft schnelle Zusage, teilweise ohne Grundbucheintrag bei kleineren Summen. Nachteil: Die Konditionen schwanken stark, ein Vergleich lohnt sich.
KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“
Das bundesweite Förderdarlehen finanziert bis zu 100 Prozent der Kosten für Anlage, Speicher, Planung und Montage, mit Laufzeiten von 5 bis 30 Jahren und tilgungsfreien Anlaufjahren. Der effektive Zins liegt Stand August 2026 bei rund 4 Prozent für gute Bonität, kann aber deutlich höher ausfallen. Wichtig: Der Antrag läuft über die Hausbank und muss vor Vertragsunterschrift mit dem Installateur gestellt werden. Und ehrlich gesagt: Bei kleinen Anlagen auf dem Einfamilienhaus winken viele Banken ab, weil der Aufwand für sie hoch ist. Ab Gewerbe- oder Hallengröße wird das Programm interessanter.
Landwirtschaftliche Rentenbank
Für Landwirte im Kreis Paderborn ist das oft der bessere Weg als die KfW. Das Programm „Energie vom Land“ finanziert Aufdach-PV auf landwirtschaftlichen Gebäuden – inklusive einer dafür nötigen Dachsanierung – zu Förderkonditionen, ebenfalls über die Hausbank. Als Tochter des Maschinenrings Paderborn-Büren kennen wir die Anforderungen der Betriebe und helfen bei den Unterlagen für das Bankgespräch.
JD Finanzierungen – unser Partner
Wer nicht selbst Konditionen vergleichen möchte, kann sich an unseren Finanzierungspartner wenden. Jan Deissenroth vergleicht Angebote aus mehreren hundert Banken, bindet Fördermittel wie die KfW ein und berät persönlich oder online. Mehr dazu auf unserer Partnerseite.
Miete oder Pacht?
Überregionale Anbieter werben mit „0 Euro Anschaffung“ für Mietmodelle. Rechnet man die Raten über 20 Jahre zusammen, zahlt man in der Regel deutlich mehr als beim Kauf – und die Anlage gehört einem am Ende oft trotzdem nicht. MR Pauer bietet keine Mietmodelle an. Wer eine Finanzierung braucht, fährt mit einem eigenen Kredit fast immer besser.
Dachsanierung und Solarpflicht: Wenn ohnehin gebaut wird
Seit 2025 gilt in NRW eine Solarpflicht für neue Wohngebäude, seit dem 1. Januar 2026 auch bei vollständigen Dachsanierungen im Bestand. Wer in Paderborn oder Salzkotten das Dach erneuert, muss also in der Regel PV mit einplanen.
Das klingt nach Zwang, ist wirtschaftlich aber eine Chance: Gerüst und Dachdecker sind ohnehin vor Ort, die Montage der Unterkonstruktion lässt sich direkt mit der Eindeckung kombinieren. Für die Sanierung selbst gibt es je nach Maßnahme Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude oder den Steuerbonus für energetische Sanierung. Wir arbeiten dafür mit DK Bedachung aus Salzkotten zusammen, damit Dach und Anlage aus einem Guss geplant werden.
Ein Rechenbeispiel aus der Region
Ein Einfamilienhaus in Salzkotten-Thüle, vier Personen, 4.500 kWh Jahresverbrauch, Süddach.
- Anlage: 10 kWp, Speicher 8 kWh, Wallbox-vorbereitet
- Investition: rund 16.000 Euro (0 % MwSt.)
- Erwarteter Jahresertrag: rund 9.500 kWh (Erfahrungswert für die Region Paderborn: 900 bis 1.000 kWh je kWp)
- Eigenverbrauch mit Speicher: rund 60 %, also 5.700 kWh – davon deckt die Anlage etwa 3.400 kWh des Haushaltsverbrauchs, der Rest lädt künftig das E-Auto oder wird eingespeist
- Ersparnis Strombezug: rund 3.400 kWh × 35 Cent ≈ 1.200 Euro
- Einspeisung: rund 3.800 kWh × 7,7 Cent ≈ 290 Euro
- Jährlicher Vorteil: rund 1.500 Euro, steigend mit dem Strompreis
Bei Barzahlung liegt die Amortisation damit bei etwa 13 bis 15 Jahren, bei Finanzierung über 15 Jahre zu 4 Prozent trägt sich die Rate weitgehend aus der Ersparnis. Danach produziert die Anlage weitere 10 bis 15 Jahre nahezu kostenlos Strom.
Die Zahlen sind ein realistisches Beispiel, keine Zusage. Ausrichtung, Verschattung, Verbrauchsprofil und Speichergröße verändern das Ergebnis. Genau deshalb rechnen wir jede Anlage individuell – mit Deinen Verbrauchsdaten, nicht mit Durchschnittswerten. Wie sich die Kosten zusammensetzen, steht in Was kostet eine Photovoltaikanlage wirklich?, regionale Preise findest Du in unseren Beiträgen zu Photovoltaik in Paderborn und Photovoltaik in Salzkotten. Was ein Speicher dabei leistet, erklärt unser großer Photovoltaik- und Stromspeicher-Ratgeber.
Reihenfolge, die Geld spart
Wer Förderung und Finanzierung nutzen will, sollte die Schritte in dieser Reihenfolge gehen:
- Beratung und Angebot einholen. Erst wenn klar ist, was aufs Dach passt und was es kostet, lässt sich seriös finanzieren.
- Kommune fragen. Kurzer Anruf bei der Stadt oder Gemeinde: Gibt es aktuell ein lokales Programm? Meist nein, aber der Anruf kostet nichts.
- Finanzierung klären, bevor unterschrieben wird. KfW und Rentenbank müssen vor Auftragserteilung beantragt sein. Wer erst unterschreibt und dann fragt, verliert den Anspruch.
- Auftrag erteilen, Netzanschluss beantragen. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir, ebenso die Eintragung im Marktstammdatenregister nach Inbetriebnahme. Wie der gesamte Ablauf aussieht, steht in Installation einer Photovoltaikanlage: der Ablauf.
- Inbetriebnahme dokumentieren. Das Inbetriebnahmeprotokoll ist die Grundlage für die Einspeisevergütung – und später für Wartung und Garantiefälle.
Fazit: Nicht auf den Zuschuss warten, sondern richtig rechnen
Im Kreis Paderborn entscheidet 2026 nicht der Zuschuss über die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage, sondern die Auslegung, der Eigenverbrauch und die passende Finanzierung. Wer die automatischen Vorteile mitnimmt, die Reihenfolge einhält und ehrlich rechnet, bekommt eine Anlage, die sich trägt – mit oder ohne Förderprogramm. Du planst eine Anlage und willst wissen, wie sie sich bei Dir rechnet? Ruf uns an unter 05258 9757 4100 oder nutze das Kontaktformular. Wir rechnen ehrlich, mit Deinen Zahlen – und sagen Dir auch, wenn sich etwas nicht lohnt.
Häufige Fragen zu Förderung und Finanzierung im Kreis Paderborn
Gibt es 2026 in Paderborn oder Salzkotten einen Zuschuss für Photovoltaik?
Für private Dachanlagen aktuell nicht. Weder das Land NRW noch die Stadt Paderborn oder die Kommunen im Kreis zahlen derzeit Zuschüsse für PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern. Es gibt aber automatische Vorteile ohne Antrag: 0 % Umsatzsteuer, Einkommensteuerfreiheit bis 30 kWp und die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Vereinzelt fördern Kommunen Balkonkraftwerke mit kleinen Pauschalen – das ändert sich häufig, deshalb vor dem Kauf nachfragen.
Lohnt sich der KfW-Kredit 270 für ein Einfamilienhaus?
Er kann sich lohnen, ist aber kein Selbstläufer. Der Zins liegt bei guter Bonität um 4 Prozent, ist also nicht automatisch günstiger als ein Modernisierungskredit der Hausbank. Viele Banken vermitteln das Programm bei kleinen Summen ungern. Vergleiche deshalb beide Wege. Für Gewerbe, Landwirtschaft und größere Anlagen ist die KfW häufig attraktiver, ebenso die tilgungsfreien Anlaufjahre.
Welche Förderung gibt es für Landwirte im Kreis Paderborn?
Neben den bundesweiten Bausteinen ist die Landwirtschaftliche Rentenbank der wichtigste Ansprechpartner. Ihr Programm „Energie vom Land“ finanziert Aufdach-PV auf landwirtschaftlichen Gebäuden zu Förderkonditionen, bei Bedarf inklusive Dachsanierung. Der Antrag läuft über die Hausbank. Für Betriebe, die selbst viel Strom verbrauchen – Kühlung, Melktechnik, Lüftung – ist der Eigenverbrauch der eigentliche Hebel.
Muss ich die Förderung vor oder nach dem Kauf beantragen?
Kreditförderungen wie KfW 270 oder Rentenbank müssen vor Abschluss des Kaufvertrags beantragt und zugesagt sein. Kommunale Zuschüsse, wo es sie gibt, in der Regel ebenfalls vor Auftragsvergabe. Die automatischen Vorteile – 0 % Umsatzsteuer, Steuerfreiheit, Einspeisevergütung – brauchen keinen Antrag. Im Zweifel: erst mit uns sprechen, dann finanzieren, dann unterschreiben.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Seit dem 1. August 2026 erhalten Anlagen bis 10 kWp 7,70 Cent je Kilowattstunde bei Überschusseinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung. Der Satz gilt ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang fest und sinkt für spätere Neuanlagen halbjährlich leicht. Für die meisten Haushalte ist die Vergütung der kleinere Teil der Rechnung – wichtiger ist der selbst verbrauchte Strom.
Was ändert die Solarpflicht bei einer Dachsanierung?
Seit dem 1. Januar 2026 muss in NRW bei einer vollständigen Dachsanierung eines Bestandsgebäudes eine PV-Anlage oder Solarthermie installiert werden, mit Ausnahmen etwa bei Denkmalschutz oder Unwirtschaftlichkeit. Wer in Paderborn oder Salzkotten das Dach saniert, sollte PV von Anfang an mitplanen – Gerüst und Dachdecker sind ohnehin da, das spart Kosten.

